Alle Staaten der Erde interaktiv entdecken

Erkunden Sie die Welt, indem Sie in die Karte zoomen und ein Land auswählen. So erfahren Sie die wichtigsten statistischen Daten und Fakten des Landes.

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Glossar

a
  • Agglomeration (A)

    Ballungsraum; darunter versteht man ein Stadtgebiet mit seinen Umlandgemeinden. Im Fall von Frankfurt kann man z.B. das Rhein-Main-Gebiet (inkl. Darmstadt, Wiesbaden, Mainz) als eine solche Agglomeration bezeichnen. International sind allerdings die Definition der Stadt und damit die Angaben zu deren Bevölkerung nicht einheitlich geregelt.

  • Alphabetisierungsrate

    Anteil der Erwachsenen über 15 Jahre, die einen kurzen, einfachen Text ihres alltäglichen Lebens lesen, schreiben und verstehen können; meist nur Schätzungen (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

  • Amtssprache

    Offizielle → Sprache in einem Staat (bei Behörden, Gerichten etc.) oder einer internationalen Organisation.

  • Arbeitslosenquote

    Amtlicher Hauptindikator für die Arbeitsmarkt- und Beschäftigungslage. Man unterscheidet die allgemeine von der speziellen Arbeitslosenquote. Letztere bezeichnet den Anteil der registrierten Arbeitslosen an der Gesamtheit aller abhängig beschäftigten Erwerbspersonen. Die allgemeine Arbeitslosenquote (die genauer ist als die spezielle) bezeichnet den Anteil der registrierten Arbeitslosen an der Gesamtheit aller Erwerbspersonen, zu der auch Selbständige und mithelfende Familienangehörige zählen.\nDie Arbeitslosenquote nach der ILO (International Labour Organization) berücksichtigt weder die verdeckte Arbeitslosigkeit (z.B. nicht arbeitslos gemeldete Personen) noch den Anteil der Unterbeschäftigten (Personen, die weniger als 15 Stunden in der Woche arbeiten). (Quellen: ILO; Nationale Statistische Ämter; Eurostat bei EU-Staaten).

  • Armutsgrenze

    Die in den Basisdaten aufgeführte Kennziffer zum Anteil der Armen an der Gesamtbevölkerung definiert relative Armut als Einkommen, das deutlich unter dem Durchschnitt aller Einkommen eines Staates liegt (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

  • Ausländische Direktinvestitionen
  • Auslandsschulden

    Sammelbegriff für alle kurz-, mittel- und langfristigen Verpflichtungen eines Staates gegenüber dem Ausland aus dem Handels- und Kapitalverkehr sowie aus politischen Verpflichtungen wie z.B. Reparationen (→ Staatsverschuldung).

  • Auslandsverschuldung

    Forderungsrechte des Auslands gegenüber einem Staat. Die in den Basisdaten genannte Summe schließt neben privaten und öffentlichen Krediten auch staatliche Entwicklungshilfezahlungen sowie Kredite des Internationalen Währungsfonds (IWF) und der Weltbank mit ein. Die hohe Auslandsverschuldung der Entwicklungsländer ist in den letzten Jahren zu einem auch internationalen wirtschaftspolitischen Problem geworden (Quelle: World Development Indicators, Weltbank). → Staatsverschuldung, → Gesamte Auslandsverschuldung

  • Außenhandel

    Grenzüberschreitender Handel, wichtigster Bestandteil der Außenwirtschaft. Er umfasst Ex- und Importe von Waren und Dienstleistungen, die in der Außenhandelsstatistik in tatsächlichen Werten erfasst werden. Im Kapitel Staaten werden Ex- und Importe von Waren angegeben (Quellen: Germany Trade and Invest – Gesellchaft für Außenwirtschaft und Standortmanagement; World Development Indicators, Weltbank). Bei führenden Handelsländern wird zusätzlich ihr Anteil am Welthandel aufgeführt (Quelle: Welthandelsorganisation). Dabei bedeutet ↑ einen gestiegenen, ↓ einen zurückgegangenen Anteil am Welthandel.

b
  • Bevölkerung

    Einwohner

  • Bevölkerungsdichte

    Verhältnis der Bevölkerung zur Landfläche eines Gebiets in km². Diese Durchschnittszahl gibt keinen Aufschluss über die unterschiedliche Besiedlungsdichte aufgrund geografischer Gegebenheiten (unbewohnbare Gebiete) und vermittelt deshalb für Länder wie z.B. Algerien mit seinem hohen Wüstenanteil kaum Erkenntnisse (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

  • Bevölkerungsentwicklung

    Anteil der Gesamtbevölkerung, um den die Bevölkerung eines bestimmten Raumes im jährlichen Schnitt wächst oder abnimmt. Das Wachstum geht auf Geburtenüberschüsse, auf einen positiven Wanderungssaldo oder eine Kombination beider Möglichkeiten zurück. Eine Abnahme bedeutet, dass die → Sterberate höher ist als die → Geburtenrate, oder dass mehr Personen aus- als eingewandert sind (Quelle: UN Department of Economic and Social Affairs).

  • Binnenflüchtlinge
  • Biologische Vielfalt (auch Biodiversität)

    Bezeichnung für die Verschiedenheit und die Eigenart aller Tier- und Pflanzenarten, ebenso für die Vielfalt an Ökosystemen und für die gesamte genetische Vielfalt.

  • BIP
  • BNE
  • Brutto(inlands)investitionen

    Alle finanziellen, sachlichen und immateriellen Vermögensanlagen einer nationalen Wirtschaft zum Erhalt und Ausbau der Produktionskapazitäten (im Inland). Die Bruttoinvestitionen setzen auf dem bestehenden Anlagevermögen (Gebäude, Maschinenpark u.a.) auf und umfassen Ersatzinvestitionen (zur Aufrechterhaltung der betrieblichen Leistungsfähigkeit) und Erweiterungsinvestitionen (zum Ausbau der Produktionskapazitäten) sowie Nettoveränderungen der Inventurbestände.

  • Bruttoinlandsprodukt (BIP)

    Wachstumsindikator für die volkswirtschaftliche Gesamtleistung eines Staates. Das BIP umfasst die Summe aller von In- und Ausländern innerhalb einer Volkswirtschaft für den Endverbrauch produzierten Güter und erbrachten Dienstleistungen. Nicht enthalten sind Abzüge für die Wertminderung von Sachkapital und die Erschöpfung und Verminderung von Ressourcen. BIP nominal (zu laufenden Preisen) bedeutet, dass die Preise des Erhebungsjahres zugrunde gelegt werden. BIP real (zu konstanten Preisen) basiert auf den Preisen eines bestimmten Bezugsjahres; es erfasst die tatsächliche Wirtschaftsleistung besser, da zwischenzeitliche Preissteigerungen berücksichtigt werden. Die nominale Zuwachsrate eines BIP kann daher positiv sein, während sie real negativ ist.\nEin Vergleich des BIP verschiedener Staaten ist bei unterschiedlichen Wirtschaftssystemen problematisch. Eine weitere Unschärfe bringt die Umrechnung in US-Dollar mit, weil Wechselkursschwankungen, Kaufkraftunterschiede und Unterschiede zwischen binnenländischem und außenwirtschaftlichem Preisniveau nicht berücksichtigt sind. Ein Kursanstieg des US-Dollar kann dazu führen, dass das BIP in absoluten Zahlen abnimmt und dennoch real ein prozentualer Zuwachs ausgewiesen wird. Schließlich erfasst das BIP nicht die in der → Schattenwirtschaft erbrachten Leistungen (→ Bruttonationaleinkommen) (Quellen: World Development Indicators, Weltbank; Nationale Statistikämter; Eurostat bei EU-Staaten).

  • Bruttonationaleinkommen (BNE; auch Bruttosozialprodukt)

    Jährliche von den Bürgern eines Staates erbrachte volkswirtschaftliche Gesamtleistung. Sie setzt sich zusammen aus dem BIP sowie den von Inländern im Ausland aus Arbeit und Kapital erwirtschafteten Einkommen abzüglich der von Ausländern im Inland bezogenen Einkommen. Leistungen und Güter, die in Privathaushalten durch → Schattenwirtschaft oder → Subsistenzwirtschaft erbracht werden, bleiben unberücksichtigt (→ Bruttoinlandsprodukt).

  • Bruttonationaleinkommen (BNE) je Einw.

    Absoluter Betrag des BNE geteilt durch die Einwohnerzahl eines Staates. Ein im Vergleich zu Industriestaaten niedriger Betrag kennzeichnet ein Land als wirtschaftlich unterentwickelt, gibt aber nur begrenzt Auskunft über die tatsächliche Lage. Von höherer Aussagekraft ist das reale BNE pro Kopf in PPP-$ (→ Kaufkraftparität) (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

  • Bruttosozialprodukt (BSP)
c
  • CO2-Emissionen

    Ausstoß von Kohlenstoffdioxid durch die Verbrennung → fossiler Energieträger (Kohle, Erdöl, Erdgas); CO2 gilt als das wichtigste → Treibhausgas und trägt damit zur globalen Klimaerwärmung bei (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

  • Codes (Länderkürzel)

    Bei den Staaten wird der Zwei- bzw. Drei-Buchstaben-Code nach DIN EN ISO 3166–1 aufgeführt (z.B. AT bzw. AUT für Österreich).

d
  • Dienstleistungen

    Immaterielle Güter bzw. wirtschaftliche Leistungen, bei denen Produktion und Verbrauch zeitlich zusammenfallen und die daher nicht übertragbar, lagerfähig und transportierbar sind (z.B. Arzt-, Bank- oder Handelsleistungen). Im Außenhandel versteht man unter Dienstleistungen alle wirtschaftlichen Leistungen, die nicht durch den Warenverkehr bedingt sind (z.B. Deviseneinnahmen und -ausgaben). Dienstleistungen entstehen auch aus der Warenbewegung selbst (z.B. Transport, Provisionen, Versicherungen).

  • Direktinvestitionen, ausländische

    Kapitalanlagen im Ausland durch Erwerb von direkten Eigentumsrechten an Immobilien, Auslandsniederlassungen, Geschäftsanteilen, Unternehmen und Tochterunternehmen sowie Reinvestitionen aus Direktinvestitionen.

e
  • Einschulungsrate

    Prozentualer Anteil der eingeschulten Schüler/innen an der für die jeweilige Bildungsstufe relevanten Altersgruppe der Gesamtbevölkerung (Quelle: UNESCO Institute of Statistics).

  • Einwohner

    Bezeichnet alle in einer Stadt, einem Gebiet, Land oder Staat wohnenden, d. h. im Wesentlichen ständig anwesenden Menschen. Diese Definition schließt in einem Staat ständig wohnende Ausländer mit ein. Statistische Probleme entstehen aus unterschiedlichen Definitionen der Wohnbevölkerung und verschiedenen Berechnungsmethoden der Fortschreibung. Es werden – sofern vorhanden – angegeben: die Ergebnisse der zuletzt durchgeführten Volkszählung (mit → Z gekennzeichnet) sowie eine aktuellere Fortschreibung (→ F), die auf der Basis der letzten Zählung unter Berücksichtigung der → Geburten- und → Sterberate ermittelt wird. Schätzungen (→ S) sind nur Näherungswerte mit hoher Fehlerquote. Wenn nicht anders angegeben, beziehen sich die Angaben auf die Jahresmitte. Hinter der Einwohnerangabe ist in Klammern der Rangplatz innerhalb der bis 1.7.2017 unabhängigen 196 Staaten angegeben (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

  • Energieträger (Primär-, Sekundär-)

    Feste, flüssige, gasförmige oder radioaktive Stoffe, die Energie in sich speichern. Sie dienen der Energieerzeugung. Primärenergieträger werden im Wesentlichen in ihrer natürlich vorkommenden Form genutzt (Erdöl, Erdgas, Kohle, Uranerz, Wasserkraft). Sekundärenergie entstammt dagegen einem Umwandlungsprozess (Benzin, Heizöl, Strom, Fernwärme).

  • Entwicklungshilfe (auch Official Development Assistance)

    Mittel, die Mitgliedsländer des Entwicklungshilfeausschusses der OECD Entwicklungsländern direkt oder durch internationale Organisationen für Entwicklungsvorhaben zur Verfügung stellen (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

  • Erneuerbare Energien

    Energiequellen, die sich durch natürliche Prozesse ständig erneuern (Wind, Wasserkraft, Sonne, Erdwärme, Biomasse).

  • Erwerbspersonen

    Zusammenfassende Bezeichnung für → Erwerbstätige und Erwerbslose (registrierte und nicht registrierte Arbeitslose).

  • Erwerbstätige

    Erwerbspersonen, die eine unmittelbar oder mittelbar auf Erwerb gerichtete Tätigkeit ausüben. Dazu zählen Selbständige, abhängige Erwerbstätige und mithelfende Familienangehörige.\nStatistiken unterscheiden nicht immer eindeutig zwischen Erwerbstätigen, Erwerbspersonen und Beschäftigten. Die Zuordnung zu den einzelnen Sektoren ist (ähnlich wie beim → BIP) nicht einheitlich (»informeller Erwerbssektor«).

f
  • F (Fortschreibung)

    In der Bevölkerungsstatistik die Fortschreibung der Bevölkerung auf der Grundlage der jeweils letzten allgemeinen Zählung nach den Ergebnissen der Statistik der natürlichen Bevölkerungsbewegung und der Wanderungsstatistik der Bevölkerung (→ Einwohner).

  • Finanzierungssaldo des Staats

    Einnahmen abzüglich Ausgaben des Staats (Bund, Länder, Gemeinden, Sozialversicherung). Sind die Ausgaben in einer Periode höher als die Einnahmen, so ist der Finanzierungssaldo negativ (Staatsdefizit). Bei höheren Einnahmen als Ausgaben (Staatsüberschuss) ist der Finanzierungssaldo positiv (Quelle: Eurostat).

  • Fläche

    Landgebiet und Binnengewässer. Angaben können aus mehreren Gründen erheblich schwanken: je nach Quelle (UNData, Nationale Statistische Ämter, Weltbank) unterschiedliche Zuordnung politisch umstrittener Gebiete, unterschiedliche Abgrenzung von Binnengewässern, Neuvermessungen, Rundungsfehler u.Ä. Hinter der Flächenangabe bei den Staaten ist in Klammern der Rangplatz innerhalb der bis 1.7.2017 unabhängigen 196 Staaten angegeben.

  • Flüchtlinge

    Menschen, die ihr Heimatland verlassen haben, weil sie dort wegen ihrer Rasse, Religion, Nationalität oder politischen Überzeugung verfolgt werden, oder die vor Kriegen geflohen sind. Als Binnenflüchtlinge werden Menschen bezeichnet, die in ihren Landesgrenzen bleiben, aber aufgrund von Bürgerkriegen, Naturkatastrophen oder Umweltschäden aus ihren Heimatorten geflüchtet sind (Quelle: Office of the United Nations High Commissioner for Refugees/UNHCR).

  • Fossile Energieträger

    Aus der erdgeschichtlichen Vergangenheit stammende und in Lagerstätten vorkommende Energierohstoffe tierischer und pflanzlicher Herkunft, die als Brennstoffe genutzt werden (z.B. Erdöl, Erdgas, Kohle).

  • Fruchtbarkeitsrate (insgesamt)

    Durchschnittliche Zahl von Kindern, die eine Frau im Laufe ihres Lebens lebend gebären würde, wenn sie in jeder Altersstufe in Übereinstimmung mit der altersspezifischen Fruchtbarkeitsrate Kinder zur Welt brächte (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

g
  • Geburtenrate

    Jährliche Anzahl der Geburten pro 1000 Einwohner; bestimmt zusammen mit der → Sterberate die Rate der → Bevölkerungsentwicklung (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

  • Gesamte Auslandsverschuldung

    Das Schuldenberichtssystem der Weltbank versteht darunter die Summe aller öffentlichen, öffentlich garantierten, privaten nicht garantierten langfristigen Auslandsschulden, der kurzfristigen Schulden und der in Anspruch genommenen IWF-Kredite eines Staates.

h
  • HDI (Human Development Index, Index menschlicher Entwicklung)

    1990 vom United Nations Development Programme/UNDP erstmals benutzter Indikator für den Entwicklungsstand eines Staates. Der HDI setzt sich zusammen aus der Lebenserwartung bei Geburt, der Bildung (Alphabetisierungs- und Einschulungsrate) und der realen Kaufkraft pro Kopf (Quelle: Human Development Report, UNDP).

  • HIV/Aids an Gesamtbevölkerung

    Anteil der 15- bis 49-jährigen HIV-Infizierten und Aids-Kranken an der Gesamtbevölkerung (Quelle: UNAIDS).

i
  • Inflationsrate

    Messzahl für die Geschwindigkeit der Preissteigerung. Sie wird für einen definierten Zeitraum (in der Regel 1 Jahr/5 Jahre/10 Jahre) berechnet, indem der BIP-Wert in laufenden Preisen durch den BIP-Wert in konstanten Preisen in der jeweiligen nationalen Währung dividiert wird. Abweichungen ergeben sich durch unterschiedliche »Warenkörbe« als Berechnungsgrundlage (Quellen: World Development Indicators, Weltbank; IWF; Nationale Statistische Ämter; Eurostat bei EU-Staaten).

  • Informeller Sektor

    wirtschaftlicher Sektor, der sich dem offiziellen Markt entzieht. In Industrieländern wird damit der Bereich der → Schattenwirtschaft erfasst; in Entwicklungsländern umfasst der informelle Sektor die kleinbäuerliche → Subsistenzwirtschaft, »Hinterhofproduktion« und Dienstleistungswirtschaft der armen städtischen Bevölkerung.

k
  • Kaufkraftparität (PPP-$)

    Internationale Kaufkraft der Währung eines Landes. Sie gibt an, wie viele Einheiten der jeweiligen Währung erforderlich sind, um den gleichen repräsentativen Waren- und Dienstleistungskorb zu kaufen, den man für 1 US-$ in den USA erhalten könnte (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

  • Kindersterblichkeit(srate)

    Anteil der Kinder, die im Zeitraum von der Geburt bis zum fünften Lebensjahr sterben, bezogen auf 1000 Lebendgeburten (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

l
  • LDC (Least Developed Countries):

    Am wenigsten entwickelte Länder. Nach UN zählen dazu: Afghanistan, Angola, Äquatorialguinea, Äthiopien, Bangladesch, Benin, Bhutan, Burkina Faso, Burundi, Dschibuti, Eritrea, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Haiti, Jemen, Kambodscha, Kiribati, Komoren, Demokratische Republik Kongo, Laos, Lesotho, Liberia, Madagaskar, Malawi, Mali, Mauretanien, Mosambik, Myanmar, Nepal, Niger, Ruanda, Salomonen, Sambia, São Tomé und Príncipe, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Südsudan, Tansania, Timor-Leste, Togo, Tschad, Tuvalu, Uganda, Vanuatu, Zentralafrikanische Republik.

  • Lebenserwartung

    Anzahl der Jahre, die ein Neugeborenes leben würde, wenn die bei seiner Geburt bestehenden Lebensumstände und die Sterblichkeitsrate während seines ganzen Lebens unverändert blieben (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

  • Leistungsbilanz

    Teil der Zahlungsbilanz eines Staates. Sie erfasst den Export und Import von Waren (Handelsbilanz), von Dienstleistungen aus den Bereichen Reiseverkehr, Transport- und Versicherungsleistungen und Kapitalerträge (Dienstleistungsbilanz) sowie die geleisteten und empfangenen privaten und öffentlichen Übertragungen, also Überweisungen von ausländischen Arbeitnehmern in ihre Heimatländer, Beiträge an internationale Organisationen oder Entwicklungshilfe (Übertragungsbilanz).

m
  • Militär

    Bewaffnete Verbände eines Staates. Dazu werden neben den aktiven Streitkräften auch Reserven bzw. paramilitärische Einheiten gerechnet; Militärausgaben: Absolute Ausgaben in US-$ (Quelle: Stockholm International Peace Research Institute/SIPRI).

n
  • Nationalfeiertag

    Angaben bei Staaten nach der Liste der diplomatischen Missionen in der Bundesrepublik Deutschland.

p
  • P (Prognose)

    Aussage über zukünftige Ereignisse, v.a. zukünftige Werte ökonomischer Variablen, die sich auf Beobachtungen der Vergangenheit und auf theoretisch fundierte objektive Verfahren stützen.

  • Parlament

    Die bei den Staaten aufgeführte Sitzverteilung der Parteien gibt das Ergebnis der letzten Wahl wieder. Zwischen Wahlen stattfindende Parteiwechsel von Abgeordneten, Parteiumbenennungen oder -neugründungen werden nicht berücksichtigt. In Klammern werden die Ergebnisse der vorhergehenden Wahl aufgeführt.

  • PPP-$

    Purchasing Power Parity → Kaufkraftparität

  • Privater Verbrauch

    Marktwert aller zum Ge- und Verbrauch bestimmten Waren und Dienstleistungen, die von privaten Haushalten und gemeinnützigen Einrichtungen zur Befriedigung des Konsumbedürfnisses gekauft werden oder die diese als Sacheinkommen erhalten.

r
  • Realeinkommen

    Preisbereinigtes, d.h. um die Geldentwertungsrate verringertes Nominaleinkommen, das als Indikator für die tatsächliche Kaufkraft des Einkommens dient. Bei einer Inflationsrate von 5% und einer Steigerung des Nominaleinkommens um 3% sinkt das Realeinkommen um 2%.

  • Religion

    Angaben zu den wichtigsten religiösen Bekenntnissen. Da solche Daten bei Volkszählungen selten (oder gar nicht) erfasst werden, sind nicht immer aktuelle und verlässliche Angaben zu erhalten. Die Angaben beruhen überwiegend auf Schätzungen. Da Personen auch mehreren Religionsgemeinschaften angehören können, kann die Summe der Prozentangaben 100 überschreiten.

  • Rücküberweisungen

    (Remissen, remittances [engl.] und remesas [span.]): Geldüberweisungen von Migranten in ihre Herkunftsländer. Die tatsächliche Höhe ist oft schwer zu bestimmen, da ein Teil über informelle Transferkanäle gesendet und statistisch nicht erfasst wird. In vielen Entwicklungsländern stellen sie eine der wichtigsten Einkommensquellen und einen bedeutenden Anteil am BIP dar und werden im Kapitel Staaten bei diesen Ländern aufgeführt.

s
  • S (Schätzung)

    Ungefähre Angaben, die nicht auf einer kontinuierlichen statistischen Erfassung basieren (→ Einwohner).

  • Säuglingssterblichkeit(srate)

    Anzahl der Säuglinge, die zwischen Geburt und erstem Lebensjahr sterben, bezogen auf 1000 Lebendgeburten (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

  • Schuldendienst

    Höhe der Zins- und Tilgungsleistungen, die ein verschuldetes Land jährlich an private und öffentliche Kreditgeber im Ausland zu transferieren hat (in der Regel in einer Hartwährung wie US-Dollar, d.h. in Devisen).

  • Schwellenländer

    Entwicklungsländer mit hohem oder mittlerem Einkommen, die in der wirtschaftlichen Entwicklung an der Schwelle zu Industrieländern stehen. Nach Weltbank und IWF zählen dazu u.a.: Südafrika, Mexiko, Brasilien, VR China, Indien, Malaysia, Philippinen, Thailand, Russland, Türkei.

  • Seltene Erden

    (eigentlich Metalle der Seltenen Erden): 17 chemische Elemente, die in der Natur in Form ihrer Oxide (auch seltene Erden genannt) vorkommen und zur Förderung aufwendig von anderen Mineralien getrennt werden müssen: Scandium, Yttrium, Lanthanum, Cerium, Praseodymium, Neodymium, Promethium, Samarium, Europium, Gadolinium, Terbium, Dysprosium, Holmium, Erbium, Thulium, Ytterbium und Lutetium. Metalle der Seltenen Erden werden für die Herstellung von High-Tech-Erzeugnissen benötigt (u.a. für Computer, Monitore, Röhren- und Plasmabildschirme, Akkus, Brennstoffzellen, Halbleiter, Handys, Waffensysteme).

  • Sozialhilfe

    In Deutschland öffentliche Hilfeleistung, die bedürftige Einwohner in Anspruch nehmen können, um sich ein Leben zu ermöglichen, das der Würde des Menschen entspricht. Seit dem 1.1.2005 hat das Arbeitslosengeld II die Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe für Erwerbsfähige und deren Angehörige ersetzt. Sozialhilfe erhalten nur noch Erwerbsunfähige auf Zeit, Vorruheständler mit niedriger Rente, längerfristig Erkrankte und hilfebedürftige Kinder mit selbst nicht hilfebedürftigen Eltern.

  • Sozialleistungen

    In Deutschland alle Geld- und Sachleistungen, die privaten Haushalten oder Einzelpersonen vom Staat bzw. von öffentlich-rechtlichen Körperschaften oder von Unternehmen zur Deckung bestimmter sozialer Risiken und Bedürfnisse gewährt werden. Finanziert werden sie im Wesentlichen durch Beiträge der Versicherten und der Arbeitgeber sowie durch Zuweisungen des Staates.

  • Sprachen

    Neben der → Amtssprache die wichtigsten gesprochenen Sprachen, wobei in einigen afrikanischen und asiatischen Ländern nur Sprachengruppen angegeben werden. Bei den europäischen Ländern werden i.d.R. alle Minderheiten- und Regionalsprachen aufgezählt. Der Hinweis »anerkannte Minderheitensprachen« bedeutet, dass diese Sprachen gemäß Europäischer Charta der Regional- oder Minderheitensprachen anerkannt sind. Die Reihenfolge folgt dem Rechtsstatus der Sprache, die Sprachen mit höherem Status bzw. Schutzniveau werden zuerst aufgeführt.

  • Staatenname

    Offizielle deutsche Bezeichnung nach Angaben des Auswärtigen Amtes und – falls vorhanden – weitere gebräuchliche Bezeichnungen sowie die offizielle Bezeichnung in der/den offiziellen Landessprache/n.

  • Staatsverschuldung

    Brutto-Gesamtschuldenstand des gesamten Staatssektors (Bund, Länder, Gemeinden) zum Nominalwert am Jahresende nach Konsolidierung, also Verrechnung von Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Staatssektors (Quelle: Eurostat). Auch → Auslandsverschuldung

  • Städte

    Genannt wird zuerst die inländische Schreibweise, in Klammern folgt die in deutschsprachigen Medien übliche Schreibweise.

  • Städtische Bevölkerung

    Anteil der Bevölkerung in städtischen Gebieten an der Gesamtbevölkerung nach Definition der einzelnen Staaten (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

  • Sterberate

    Jährliche Anzahl der Todesfälle pro 1000 Einwohner; bestimmt zusammen mit der → Geburtenrate die Rate der → Bevölkerungsentwicklung (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

  • Subsistenzwirtschaft

    Landwirtschaftliche Produktionsform, die der Eigenversorgung dient und nicht in den Geldkreislauf (und in die Berechnung des → BNE) eingeht. Die Subsistenzwirtschaft wird inzwischen dem → informellen Sektor zugewiesen.

t
  • Tourismus

    Als Tourist wird nach den Richtlinien der World Tourism Organization (UNWTO) jeder Ausländer gezählt, der die Grenze überschreitet und sich mindestens 24 Stunden im Land aufhält (Quelle: UNWTO).

  • Treibhausgase

    Die wichtigsten Treibhausgase sind Kohlendioxid (→ CO2) und Methan (CH4). Weitere Treibhausgase sind Distickstoffoxid (N2H), teilhalogenierte Kohlenwasserstoffe (H-FKW), perfluorierte Kohlenwasserstoffe (PFC) und Schwefelhexafluorid (SF6). Als natürliche Treibhausgase sorgen sie für den »natürlichen Treibhauseffekt«, ohne den die bodennahe Weltmitteltemperatur heute nicht bei 14,5 °C, sondern bei lebensfeindlichen –18 °C läge. Der in den letzten Jahrzehnten beschleunigte Ausstoß von Treibhausgasen durch den Menschen ist jedoch hauptverantwortlich für die globale Erwärmung.

v
  • Volkseinkommen

    (auch Nettonationaleinkommen zu Faktorkosten oder Nettoinländereinkommen): Die Summe aller von Inländern im Laufe eines Jahres aus dem In- und Ausland bezogenen Erwerbs- und Vermögenseinkommen (Löhne, Gehälter, Zinsen, Mieten, Pachten, Vertriebsgewinne). Es entspricht der in Geld ausgedrückten Summe aller produzierten Güter und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft, die verbraucht, investiert oder gegen ausländische Erzeugnisse eingetauscht wurden. Das Volkseinkommen ist eine zentrale Größe der volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen.

w
  • Wahlen

    Parlament

  • Währung

    Innerhalb eines Staates das durch Gesetz (Geldverfassung) bestimmte Geldsystem. Es hat sich eingebürgert, national von Geldeinheit, international von Währungseinheit zu sprechen. Bei den Staaten angegeben sind die Kurse für den Verkauf der jeweiligen Währung, die ausschließlich auf Angaben der Deutschen Bundesbank basieren (Stand: Mai 2017, bei Euro-Staaten: 1.7.2017).

  • Wassermangel

    Eine erneuerbare Wassermenge pro Kopf und Jahr unter 1000 m³; bei Werten unter 500 m³ spricht man von extremem Wassermangel.

  • Wirtschaftssektoren

    nach der Definition der Weltbank gehören zum Primärsektor die Bereiche Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei; zum Sekundärsektor das produzierende Gewerbe, Industrie, Handwerk, Energie- u. Wasserwirtschaft, Bergbau, Baugewerbe; zum Tertiärsektor alle Dienstleistungen.

z
  • Z (Zählung)

    (auch Zensus oder Makrozensus): Ergebnisse der letzten Volkszählung (→ Einwohner). Die Zählung kann mittels Befragung aller Bürger, durch eine Registerzensus (Daten aus Melderegistern) oder durch Mischformen erfolgen.

  • Zahlungsbilanz

    Wertmäßige Gegenüberstellung aller außenwirtschaftlichen Transaktionen während einer bestimmten Periode (→ Leistungsbilanz).

  • Zugang zu Sanitäreinrichtungen

    Anteil der Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung mit angemessenem Zugang zu hygienischer Beseitigung von Exkrementen und Abfällen, einschließlich Latrinen im Freien und Kompostierung (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).

  • Zugang zu Trinkwasser

    Anteil der Bevölkerung an der Gesamtbevölkerung, der in einer Entfernung von höchstens 15 Gehminuten angemessenen Zugang zu gesundheitlich unbedenklichem Wasser hat. Dazu gehören behandeltes Oberflächenwasser und unbehandeltes, nicht verschmutztes Wasser aus Quellen, sauberen Brunnen und geschützten Bohrlöchern (Quelle: World Development Indicators, Weltbank).