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Lettland: Chronik

 
Das israelische Kabinett beschlie�t am 5.3. einstimmig den R�ckzug aller Armeeeinheiten aus dem S�dlibanon bis Juli 2000, und zwar unabh�ngig von einem Friedensvertrag mit Libanon oder Syrien. Die UN werden am 17.4. offiziell dar�ber informiert, dass in �bereinstimmung mit Resolution 425 des UN-Sicherheitsrats von 1978 alle Truppen bis zum 7.7.2000 abgezogen w�rden. Der libanesische Verteidigungsminister Ghazi Zaiter schl�gt daraufhin vor, Teile der bereits im Land befindlichen 35000 syrischen Truppen zusammen mit libanesischen Streitkr�ften in die Grenzregion zu verlegen, was sowohl von Israel als auch von Syrien zur�ckgewiesen wird. Ende April schlagen Syrien und �gypten vor, die seit 1978 im S�dlibanon stationierte UN-Friedenstruppe UNIFIL solle die Verantwortung f�r die Sicherheit an der Grenze �bernehmen.

W�hrend die K�mpfe zwischen den Milizen und Israel weitergehen, beginnt die israelische Armee mit der Erstellung eines elektronisch gesicherten Grenzzauns und dem Abtransport der schweren Waffen und Radarstationen. Die Ereignisse �berst�rzen sich am 23.5., nachdem 25 SLA-Stellungen binnen weniger Stunden aufgegeben werden und die Sicherheitszone kampflos an die vorr�ckenden Hisbollah-Milizen f�llt. In der Nacht zum 24.5. zieht Israel seine letzten Soldaten ab, ohne dass es zu milit�rischen Verlusten kommt. Etwa 6000 Angeh�rige der SLA bitten in Israel um Asyl, ca. 1000 K�mpfer ergeben sich den libanesischen Beh�rden. Der milit�rische Kollaps der SLA verhindert zugleich eine ordentliche �bergabe des Gebiets an die UN. Obwohl der syrische und der libanesische Geheimdienst ab dem 29.5. das Gebiet kontrolliert, stehen sich entlang des Grenzzauns zun�chst Hisbollah-Milizion�re und regul�re Soldaten der israelischen Armee gegen�ber.

Neben der nicht erfolgten R�umung der Cheeba-Farmen, einem 25 km� gro�en Gebiet im L�nderdreieck zwischen Libanon, Syrien und Israel, das von beiden Seiten beansprucht wird, verhindert Streit um den genauen Grenzverlauf ein schnelles Vorr�cken der UNIFIL-Einheiten. Libanon bem�ngelt, Israel habe sich bei der Erstellung des Zauns nicht an die historisch exakte Grenze gehalten und besetze nach wie vor Teile des libanesischen Territoriums.

Die UNIFIL wird von 4500 auf 5600 Mann aufgestockt, ihr Vormarsch bleibt wegen der fehlenden Zustimmung aus Beirut vorerst jedoch blockiert. Der Streit zwischen UN-Generalsekret�r Kofi Annan, der am 16.6. den R�ckzug Israels unzweifelhaft feststellt, und der libanesischen Regierung unter Ministerpr�sident Selim Al-Hoss wird erst am 23.7. beigelegt, nachdem die israelische Regierung neun kleinere Grenzverletzungen korrigiert und Libanon die sog. �blaue� Grenze als provisorischen Grenzverlauf zwischen beiden Staaten anerkannt hat. Daraufhin gibt auch die libanesische Regierung gr�nes Licht f�r die vorr�ckenden 400 UNIFIL-Einheiten, die ab dem 30.7. zum Grenzstreifen vorr�cken und bis zum 5.8. 18 Posten entlang der Grenze besetzen. Zugleich ziehen sich die Hisbollah-Milizen aus den bisher gehaltenen Positionen zur�ck. Damit gehen zweieinhalb Monate zivil-milit�rischer Selbstverwaltung zuende. Am 9.8. ziehen zum ersten Mal seit 22 Jahren auch wieder je 500 libanesische Soldaten und Polizisten in die ehemalige Sicherheitszone ein, beziehen jedoch Stellungen, die nicht unmittelbar an der Grenze liegen. Der Schwede Rolf Knutsson wird am 9.8.2000 zum pers�nlichen Beauftragten des UN-Generalsekret�rs Annan f�r den S�dlibanon ernannt.
 
 

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