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Chronik: Burundi

FWA 2000, Sp. 54

Seit der Bildung einer �bergangsregierung unter Pr�sident Pierre Buyoya und dem Beginn von Verhandlungen zwischen der Regierung und bewaffneten Hutu-Rebellen im Juni 1998 h�lt in Burundi nach f�nfj�hrigem B�rgerkrieg ein br�chiger Frieden. Die Sicherheitslage gilt als deutlich verbessert, trotz der Wirtschaftssanktionen der Nachbarstaaten kann das Land mit bescheidenen Wiederaufbauma�nahmen beginnen.

Das Parlament verschreibt sich bei der Er�ffnung seiner Sitzungsperiode am 5.10. 1998 der von Buyoya angestrebten Politik der Partnerschaft zwischen den verfeindeten Volksgruppen der Tutsi und Hutu. �ber diese Politik des Ausgleichs herrscht in den Parteien Uneinigkeit; einige Mitglieder der Tutsi-Partei Einheit f�r den Nationalen Fortschritt (UPRONA) lehnen einen �Pakt mit V�lkerm�rdern� ab.

Am 27.10. kommen bei einem durch Hutu-Milizen ver�bten Massaker nahe der Hauptstadt Bujumbura mindestens 36 Menschen ums Leben. Auch im November gibt es 28 Tote bei zwei �berf�llen bewaffneter Hutu-Rebellen.

In einem Bericht wirft amnesty international sowohl den bewaffneten Oppositionsgruppen als auch den Regierungstruppen Morde an der Zivilbev�lkerung vor. In den Gef�ngnissen komme es zu Mi�handlungen und unrechtm��igen Hinrichtungen.

Am 18.1. 1999 werden in Arusha (Tansania) die Verhandlungen zwischen der Regierung, Oppositionsparteien und der Guerillaorganisation Nationalrat f�r die Verteidigung der Demokratie (CNDD) fortgesetzt, an denen auch der 1996 gest�rzte Hutu-Pr�sident Sylvestre Ntibantunganya teilnimmt. Die seit Juli 1996 verh�ngten Wirtschaftssanktionen der Nachbarl�nder werden am 24.1. ausgesetzt, treten aber wieder in Kraft, sobald der Friedensproze� ins Stocken ger�t.

Im Mai 1999 verurteilt der Oberste Gerichtshof f�nf ehemalige Armeeangeh�rige zum Tode; man hatte sie f�r schuldig befunden, an der Ermordung des Pr�sidenten Melchior Ndadaye bei einem Staatsstreich im Oktober 1993, der den B�rgerkrieg ausgel�st hatte, beteiligt gewesen zu sein. Unter den 38 Freigesprochenen ist auch der ehemalige Stabschef der Armee, Jean Bikumagu, der laut eines Untersuchungsberichts der Vereinten Nationen (UN) den Putsch angef�hrt hatte. Die Verteidigung bezeichnet den Proze� als Farce, da nur Handlanger und nicht die Hinterm�nner verurteilt worden seien.

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Aktuelle Informationen zu diesem und allen �brigen Themen des ARCHIVS finden Sie im Fischer Weltalmanach 2001 und im Digitalen Fischer Weltalmanach 2001.