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Internationale Organisationen : APEC: 8. Gipfeltreffen in Brunei
APEC: 8. Gipfeltreffen in Brunei
17.11.2000

Das 8. Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs der 21 Mitgliedstaaten der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftlichen Zusammenarbeit (APEC) fand am 15. und 16. November in Bandar Seri Begawan, der Hauptstadt des Sultanats Brunei, statt.

Im Mittelpunkt des Gipfels stehen der freie Handel, die Verbreitung des Internet sowie die Preisspirale beim Erd�l. In der vom Gastgeber, Sultan Haji Hassan al-Bolkiah, verlesenen gemeinsamen Abschlusserkl�rung heisst es, die APEC-Staaten bef�rworteten, dass 2001 im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) so bald wie m�glich eine �ausgewogene und auf einer hinreichend breiten Basis erstellte�, die Interessen aller WTO-Mitglieder ber�cksichtigende Tagesordnung f�r eine neue Verhandlungsrunde formuliert werde.

Diese Formulierung stellt einen Kompromiss zwischen den Anh�ngern einer beschleunigten Wiederaufnahme von Verhandlungen (USA, Japan, Korea, Neuseeland und Australien als Vertreter der Industriestaaten) und den Gegnern einer allzu raschen Marktliberalisierung (v.a. Malaysia und Indonesien). Letztlich haben sich die �Bremser� mit ihrer Forderung �Agenda vor Termin� durchgesetzt. Sie warfen � unterst�tzt von Russland und China � den Industriestaaten vor, durch die geplante Einbeziehung von Themen wie Umweltschutz und Arbeitnehmerrechte erneut die L�nder der Dritten Welt ihrer spezifischen Wettbewerbsvorteile berauben zu wollen.

In der Abschlusserkl�rung fordern die APEC-Staaten auch verst�rkte Anstrengungen an, den �unvermeidlichen Strukturwandel zu beschleunigen� sowie angemessene Ma�nahmen zur Stabilisierung des Erd�lmarktes im gemeinsamen Interesse von Verbrauchern und Produzenten. Im Hinblick auf das Netzwerk bilateraler Freihandelsabkommen fordern sie Konformit�t mit den WTO-Regeln. Sie sagen ferner eine Politik der gleichberechtigten Teilhabe aller APEC-V�lker am Fortschritt der Informationstechnologie zu.

Der aus dem Amt scheidende US-Pr�sident Bill Clinton hatte auf dem Gipfeltreffen eine neue Welthandelsrunde zum fr�hestm�glichen Zeitpunkt gefordert. Nach dem Scheitern der 3. Ministerkonferenz der WTO in Seattle Ende 1999 sollten die n�chsten Gespr�che im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) �so bald wie m�glich� im n�chsten Jahr aufgenommen werden. Zudem sprach er sich f�r eine Fortsetzung des APEC-Prozesses zur weiteren Liberalisierung des Handels in der Region aus.

Die APEC (Asia-Pacific Economic Cooperation) wurde 1989 in Canberra (Australien) als regionales Forum (keine Regionalorganisation) gegr�ndet. Ihre Ziele: Liberalisierung des multilateralen Handelssystems, d.h. ungebundene Wirtschaftsbeziehungen einschlie�lich Technologieaustausch, und ungehinderte Investitionst�tigkeit innerhalb der Region; Endziel: Freihandelszone bis 2020 (f�r die entwickelten APEC-Industriestaaten, darunter Japan und die USA, schon ab 2010). Die 21 Mitgliedstaaten der APEC sind: Australien, Brunei, Chile, Republik China (�China Taipeh�), VR China, Hongkong (VR China), Indonesien, Japan, Kanada, Republik Korea, Malaysia, Mexiko, Neuseeland, Papua-Neuguinea, Peru (seit 1998), Philippinen, Russland (seit 1998), Singapur, Thailand, USA und Vietnam (seit 1998).

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