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Staaten : Burundi: Friedensvertrag geschlossen
Burundi: Friedensvertrag geschlossen
30.8.2000

In der tansanischen Stadt Arusha ist am 28. August ein Friedensabkommen f�r Burundi geschlossen worden.

Die Unterzeichnung des umfassenden Friedensvertrages schien zun�chst zum Scheitern verurteilt, nachdem sich die regierende Tutsi-Minderheit und die Hutu-Mehrheit in den wichtigsten Punkten des Abkommens nicht einigen konnten: sofortiger Waffenstillstand, Eingliederung der Hutu-Rebellen in die Tutsi-Armee und die Frage, wer �bergangspr�sident werden soll. Erst nach stundenlangen Verhandlungen waren 13 von neunzehn Vertragsparteien zur Unterzeichnung bereit, darunter die burundische Regierung mit Staatspr�sident Pierre Buyoya, das Parlament sowie die wichtigsten Hutu- und Tutsi-Parteien; zwei weitere kleinere Tutsi-Formationen unterzeichneten am 29. August das Dokument, das die Einsetzung einer �bergangsregierung innerhalb der n�chsten drei Monate und eine �bergangszeit von drei Jahren bis zur Abhaltung demokratischer Wahlen vorsieht. Das Vertragswerk wurde im Beisein des US-Pr�sidenten Bill Clinton und des ehemaligen s�dafrikanischen Staatschefs Nelson Mandela unterzeichnet.

Die Tutsi, die rd. 14 Prozent der Bev�lkerung stellen, aber seit der Unabh�ngigkeit 1962 Politik, Wirtschaft und Milit�r dominieren, hegen vor allem die Bef�rchtung, dass der Friedensvertrag, der den Hutus mehr Einfluss zugesteht, zu einem �hnlichen V�lkermord wie 1994 in Ruanda f�hren k�nne. Der B�rgerkrieg, der 1993 nach der Ermordung des ersten demokratisch gew�hlten Hutu-Pr�sidenten Melchior Ndadaye durch Tutsi-Fallschirmj�ger begonnen hatte, hat inzwischen �ber 200.000 Tote gefordert.

(Internet: www.burundi.gov.bi)

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