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Staaten : Simbabwe: Regierung verf�gt Enteignung von 804 Farmen
Simbabwe: Regierung verf�gt Enteignung von 804 Farmen
3.6.2000

Die simbabwische Regierung hat am 2. Juni die Enteignung von 804 Farmen mehrheitlich wei�er Simbabwer verf�gt und damit die angek�ndigte Umverteilung von Land begonnen. Die Liste der Farmen, die beschlagnahmt und unter Schwarzen aufgeteilt werden sollen, wurde mit der Ver�ffentlichung in der offiziellen Regierungszeitung "Government Gazette" am 2. Juni rechtskr�ftig. Die Farmer haben 30 Tage Zeit, gegen die Enteignung Einspruch einzulegen.

Die gelisteten L�ndereien machen rund zehn Prozent der gesch�tzten zw�lf Millionen Hektar Land aus, die sich im Besitz der wei�en Minderheit befinden und als besonders fruchtbar gelten. Bis zu den am 24. und 25. Juni stattfindende Parlamentswahlen will die Regierung insgesamt 841 der 4500 Farmen wei�er Zimbabwer enteignet haben.

Der simbabwische Pr�sident Robert Mugabe erkl�rte, die Regierung werde Entsch�digung nur f�r H�user, Scheunen, Z�une und Bew�sserungsanlagen zahlen, nicht aber f�r das Land selbst. Daf�r m�sste der ehemalige Kolonialherr Gro�britannien aufkommen, weil das Land noch zu Kolonialzeiten an die Wei�en vergeben worden sei. W�hrend der Kolonialherrschaft war Schwarzen Grundbesitz verboten gewesen.

Seit Ende Februar halten Tausende Anh�nger von Mugabes Partei Zimbabwe African National Union-Patriotic Front (ZANU-PF), so genannte Kriegsveteranen, etwa 1500 von Wei�en bewirtschaftete Farmen gewaltsam besetzt, um damit ihre Anspr�che auf das Land geltend zu machen. Sie erkl�rten, auch nach der von der Regierung angek�ndigten Landreform verlie�en sie die H�fe nur, falls Mugabe sie dazu auffordere. Bei den Unruhen im Zusammenhang mit den Besetzungen und dem Wahlkampf sind bisher mindestens 27 Menschen get�tet worden. Tausende befinden sich auf der Flucht.

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