Aktuell
Wissensquiz
Staaten
Links
Diagramme
Buch
CD-ROM
FAQ







Staaten : Georgien: Schewardnadse gewinnt Pr�sidentschaftswahlen
Georgien: Schewardnadse gewinnt Pr�sidentschaftswahlen
10.4.2000

Bei den Pr�sidentschaftswahlen in Georgien am 9. April hat der amtierende Pr�sident Eduard Schewardnadse einen �berragenden Sieg errungen. Nach Ausz�hlung von 82 Prozent der Stimmen votierten 79,9 Prozent aller W�hler f�r eine weitere Amtszeit des fr�heren sowjetischen Au�enministers. Den zweiten Rang belegte der fr�here Parteichef der 1994 wiedergegr�ndeten Georgischen KP, Dschumber Patiaschwili. Er kam auf 17,3 Prozent der abgegebenen Stimmen.
Neben Schewardnadse und Patiaschwili traten vier Bewerber zur Wahl an; zwei weitere Kandidaten hatten ihre Bewerbung am Wahltag zur�ckgezogen. Die Wahlbeteiligung lag bei 67 Prozent der rund 3,2 Millionen Stimmberechtigten. Heftige Vorw�rfe der Wahlf�lschung und Wahlbeeinflussung von Seiten der Opposition wurden von der Wahlkommission nicht best�tigt. Etwa 300 ausl�ndische Beobachter waren zur �berwachung der Wahlen ins Land geholt worden.

Schewardnadse steht seit acht Jahren an der Spitze der kaukasischen GUS-Republik; seit 1995 ist er Staatspr�sident. Mehrfach war er Ziel von Attentaten politischer Gegner und Freisch�rler.

Schewardnadse, Eduard Amwrossijewitsch (Georgien), *Mamati 25.1. 1928; seit 1995 Staatspr�sident

Seit 1948 Mitglied der KPdSU; 1964-72 Innenminister der UdSSR; ab 1976 Mitglied des ZK, seit 1978 Kandidat des Politb�ros des ZK der KPdSU. Am 1.7. 1985 wird er in das Politb�ro gew�hlt und tags darauf als Nachfolger von Andrej Gromyko zum Au�enminister der UdSSR ernannt, am 31.6.1989 vom Obersten Sowjet auf Ersuchen Michail Gorbatschows einstimmig im Amt best�tigt. Im M�rz 1990 wird er von Gorbatschow in den neugegr�ndeten Pr�sidialrat berufen. Am 19.12.1990 tritt er vom Amt des Au�enministers aus �Protest gegen das Herannahen einer Diktatur� zur�ck. W�hrend des Putsches vom 19.8.1991 distanziert er sich zun�chst eindeutig von der Politik Gorbatschows, kehrt aber am 20.11. als Au�enminister der UdSSR in sein Amt zur�ck, um die Sowjetunion als �Union souver�ner Staaten� zu retten. Er verliert sein Amt erneut nach der Unabh�ngigkeit der einzelnen Republiken und der Bildung der GUS. Nach dem Sturz des georgischen Pr�sidenten Swiad Gamsachurdia am 10.3. 1992 wird Schewardnadse von der �bergangsregierung in Tiflis zum Vorsitzenden des neugebildeten georgischen Staatsrates und am 11.10. zum Parlamentspr�sidenten (Staatsoberhaupt) gew�hlt. Am 2.7.1993 erh�lt er vom Parlament erweiterte Sondervollmachten und verh�ngt wenige Tage sp�ter das Kriegsrecht �ber die Autonome Republik Abchasien, in der heftige K�mpfe zwischen Separatisten und georgischen Regierungstruppen stattfinden, die am 7.11. mit dem Sieg der Regierungstruppen enden. Nach der Gr�ndung einer Georgischen B�rgerunion, einer Parteienkoalition, die im Parlament �ber die Mehrheit verf�gt, wird er am 21.11. 1993 zu deren Vorsitzendem gew�hlt. Aus den Pr�sidentschaftswahlen am 5.11.1995 geht er mit �ber 74 Prozent der abgegebenen Stimmen als Sieger hervor und wird am 26.11. vereidigt.

zurück