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Internationale Organisationen : Weltwasserrat: Zweites Weltwasserforum in Den Haag
Weltwasserrat: Zweites Weltwasserforum in Den Haag
24.3.2000

Auf dem vom Weltwasserrat (WWC) vom 17. bis 22. M�rz in Den Haag veranstalteten zweiten Weltwasserforum er�rterten die mehr als 3500 Teilnehmer, 158 Delegationen und 115 Regierungsmitglieder aus aller Welt, M�glichkeiten zur Abwendung einer globalen Wasserkrise.

In einer Abschlusserkl�rung sagen die Politiker eine verst�rkte Zusammenarbeit zur Sicherung der weltweiten Wasservorr�te zu und bezeichnen den Zugang zu ausreichend sauberem Wasser sowie ordentliche sanit�re Anlagen als fundamentales menschliches Bed�rfnis. Wassermanagement mit Beteiligung aller betroffenen Gruppen auf nationaler und internationaler Ebene sei der einzige Weg, das Ziel zu erreichen. Den Regierungen komme zwar eine wichtige Rolle beim Organisieren von Aktionen im Kampf gegen die Wasserkrise zu; anders als in der Vergangenheit m�ssten aber k�nftig auf nationaler und internationaler Ebene alle betroffenen Organisationen an einem "integrierten Wassermanagement" mitwirken: "Wir wollen mit anderen zusammenarbeiten, um durch gr��ere Bewusstwerdung und st�rkeres Engagement eine bessere Wasserkultur zu erreichen." Dazu sprachen sich die Teilnehmer des Forums auch f�r eine st�rkere Beteiligung der Privatwirtschaft an den Projekten zur Wassersicherung aus.

Als Vertreterin der Bundesregierung wies die Parlamentarische Staatssekret�rin im Entwicklungshilfeministerium, Uschi Eid, vor Presservertretern auf die enormen Kosten der Wasserprojekte vor allem in Entwicklungsl�ndern hin. Um die daf�r in den n�chsten zehn Jahren ben�tigten 900 Mrd. US-Dollar (1,8 Billionen DM) aufbringen zu k�nnen, gehe es nicht ohne Hilfe der Privatwirtschaft.

�ber Fortschritte auf dem Weg zur Verbesserung der weltweiten Trinkwassersituation soll bei der Internationalen S��wasserkonferenz vom 21. bis 25. Januar 2002 in Bonn gesprochen werden. Das dritte Weltwasserforum findet 2003 in Japan statt. Drei Jahre sp�ter sollen die Experten und Minister bei einem weiteren Forum in Ottawa (Kanada) zusammentreffen. Das erste Weltwasserforum hatte 1997 in Marrakech (Marokko) stattgefunden.

Umweltschutzorganisationen und andere regierungsunabh�ngige Gruppen kritisierten, dass die Verpflichtung zur Zusammenarbeit in der Abschlusserkl�rung zu allgemein gehalten sei. Insbesondere fehlten jede konkrete Zielvorgabe und ein verbindlicher Zeitplan. Auch die Weigerung, sichere Trinkwasserversorgung als Menschenrecht zu charakterisieren, sei bei den Politikern auf Widerspruch gesto�en.

Der Weltwasserrat (World Water Council/WWA), der das Weltwasserforum veranstaltet hat, ist ein am 14. Juni 1996 in Marseille (Frankreich) gegr�ndetes Gremium unabh�ngiger Experten. In einem von diesen dem Forum vorgelegten Bericht hei�t es, in 25 Jahren drohe weltweit ein ernster Wassermangel. Der Bedarf werde dann um rund 40 Prozent h�her liegen als noch Mitte der neunziger Jahre. Sollte sich am Verhalten der Menschen nichts �ndern, werde der R�ckgang der �kosysteme das Leben zuk�nftiger Generationen bedrohen.

(Homepage: www.worldwatercouncil.org)

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