Aktuell
Staaten
Buch
CD-ROM
Wissensquiz
B�cher Tauschb�rse


Links


FAQ





Umwelt : F�nfte Vertragsstaatenkonferenz zur Klimarahmenkonvention in Bonn
F�nfte Vertragsstaatenkonferenz zur Klimarahmenkonvention in Bonn
8.11.1999

Die f�nfte Vertragsstaatenkonferenz (VSK) zu der 1992 auf der UN-Konferenz �ber Umwelt und Entwicklung in Rio de Janeiro (Brasilien) vereinbarten und 1994 in Kraft getretenen Klimarahmenkonvention (UNFCCC) fand vom 25. Oktober bis 5. November 1999 in Bonn statt. Sie diente vor allem dazu, die Entscheidungen vorzubereiten, die auf der sechsten VSK in Den Haag (Niederlande) vom 13. bis 24. November 2000 getroffen werden sollen, um die L�cken in dem 1997 auf der dritten VSK in Kyoto (Japan) verabschiedeten Protokoll zu schlie�en. In diesem hatten sich die Industriestaaten erstmals auf eine �berpr�fbare Verringerung Ihrer Treibhausgasemissionen um insgesamt 5,2 Prozent bis zur �Budgetperiode� 2008-2012 verpflichtet. Unter die Regelung fallen die Emissionen von Kohlendioxid, Methan und Distickstoffoxid (Bezugsjahr 1990) sowie von teilhalogenierten Kohlenwasserstoffen, perfluorierten Kohlenwasserstoffen und Schwefelhexafluorid (Bezugsjahr 1955). Die Entwicklungsl�nder sind von der Reduktionsverpflichtung vorerst ausgenommen. Vor allem auf Dr�ngen der USA er�ffnet das Protokoll die M�glichkeit eines globalen Handels mit Emissionsrechten, d.h. ein Land kann seine Verpflichtung zur Reduktion von Treibhausgasemissionen auch erf�llen, indem es von anderen L�ndern, die ihr Soll voraussichtlich �bererf�llen, Emissionszertifikate erwirbt. Der Technologietransfer aus den Industrie- in die Entwicklungsl�nder soll durch den Clean Development Mechanism gef�rdert werden: Private und �ffentliche Investitionen in klimafreundliche Technologien in Entwicklungsl�ndern k�nnen Firmen bzw. Staaten zumindest teilweise auf ihre Reduktionsverpflichtung �zu Hause� angerechnet werden. Bevor die in Kyoto beschlossenen neuen Kriterien und Mechanismen zur Anwendung kommen k�nnen, sind jedoch noch eine Reihe offener Fragen zu kl�ren, darunter die Einf�hrung einer Obergrenze f�r die M�glichkeit der Erf�llung von Reduktionsverpflichtungen au�er Landes, die Schaffung neuer Institutionen zur Abwicklung des Handels mit Emissionszertifikaten sowie eine Berechnung von Kohlendioxid-Gutschriften aus dem Technologietransfer. Auf der vierten VSK in Buenos Aires (Argentinien) im November 1998 kam es dar�ber zu keiner Einigung. Die f�nfte VSK in Bonn legte nunmehr einen Zeitplan zur L�sung der noch offenen Einzelheiten fest: Die sechste VSK in Den Haag soll von zwei Arbeitskonferenzen in Bonn vorbereitet werden; daf�r sind der 12. bis 16. Juni und der 11. bis 15. September 2000 angesetzt. Damit das Kyoto-Protokoll in absehbarer Zeit �berhaupt in Kraft treten kann, muss es von mindestens 55 Unterzeichnerstaaten ratifiziert werden; und diese Staaten m�ssen zus�tzlich mindestens 55 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen abdecken. Insbesondere in den USA, auf die fast ein Viertel der Kohlendioxid-Emissionen entfallen, ist die Ratifizierung des Protokolls �u�erst umstritten. Das St�ndige Sekretariat der Klimarahmenkonvention hat seinen Sitz in Bonn (Internet:www.unfccc.de).

zurück